Heimtückische GehirnmanipulationHans: In der Zeitung steht, daß es Parasiten gibt, die bei ihren Wirten Verhaltensänderungen auslösen, um sich möglichst effektiv auszubreiten.
Emil: Wie soll ich mir das vorstellen?
Hans: Ich gebe Dir ein Beispiel: Mäuse, die sich mit dem Hundespulwurm (Toxocara canis) infizieren, verlieren unter anderem ihre Scheu vor Neuem. Das erhöht ihr Risiko, von einem Hund oder Fuchs gefressen zu werden. Tolle Übertragungsstrategie!
Emil: Mache mir bitte keine Angst. Das ist hoffentlich eine seltene Ausnahme.
Hans: Nein! Nein! Leider nicht! Der Parasit Toxoplasma gondii geht auch so vor. Er wandert in den Kopf von Maus oder Ratte. Dort greift er in bestimmte Hirnfunktionen ein. Statt vor Katzen-Geruch zu flüchten, zeigen die Nager dann gerade daran ein fatales Interesse. So sind sie schnell das Opfer ihrer Freßfeinde und der Parasit breitet sich weiter aus.
Emil: Das ist ja furchtbar. Jetzt bin ich mehr als beunruhigt.
Hans: Zurecht! Über 50 % der Bevölkerung lebt bereits mit einem Parasit im Kopf.
Emil: Jetzt verstehe ich auch, woher die Tierliebe kommt: Gehirnmanipulation durch Parasiten; übertragen von Hund und Katze.

PS.: Für Menschen gefährlich sind zum Beispiel der Kontakt mit Kot von Katze und Hund, aber auch der Verzehr von rohem Fleisch infizierter Nutztiere.